fraktale

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about

DOWNFALL OF NUR "umbras e forestas" LP
vendetta records #110

credits

released April 20, 2016

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vendetta records Berlin, Germany

lebend und sterbend nähren wir die flamme

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Track Name: vollendung
Bleib - gebrochen am Ende der Willkürlichkeit
weder Freiheit noch Sinn
eine eindimensionale Welt

was ist Raum wenn Zeit begrenzt und zerstört?
Ruinen - einst Paläste aus rotem Sand

das Glühen der Wut brennt auf deiner Haut, verändert deine Sicht, vernichtet Raum, krümmt Zeit, trennt Mitbilder, besiegt dich im Sturm

fallgerecht in dir
jeder Not, Verlust
eine stimme, inmitten, erfleht dein Gesicht
unsere Interferenzen, unser zerfall gelenkt in Wege niemals erdacht
Track Name: fraktale
Welten zerbrechen vor dir
im Nullpunkt gefangen, minus 200 Grad
ekstatische Leere in statischer Angst
wen glaubst du zu finden in Augen so brach?

und umgeben von diesem Graustufenhorizont liegen Städte zurück, erleuchtet von Sehnsucht

Variablen zu Staub
all jene verloren
in Pfade gedrängt
von Riesen zerstampft

ein Zeuge dieses Verlusts, ein Netz aus Tränen und Hass
der Weg einst ward unser Sinn verliert jede Kontur
Track Name: hypnos
nie Teil dieses Seins
erfahren und doch nicht erlebt
das Tannenrauschen kann nicht stillen
die alten Flammen nicht wärmen
kein Flimmern erhellt was zu dunkeln gemacht
kein Gold erfährt was Eins bedeuted

Aussen - gefangen, Innen - zerstört

der schleppende Gang auf gequältem Fuß
die gebrochenen Schultern vom Gewicht deiner Welt
die zerschlagende Erkenntnis, Ewigkeit als Gegner
der Weg einst frei

verschlossen durch mich, durch uns und das Denken, alles zu sein was es braucht
ein Fehler, eine Erkenntnis, eine Lösung, kein Sinn
Track Name: nachtmahr
das Heulen unendlicher Wellen
tobender Himmel, Inseln der Nacht,
glutfarben, durch Verzerrung erkannt
rasende Augen, goldenes Rauschen

was ist Kälte? was ist Luft? wie ist Glänzen und Verderben?

umschlungen im Fenster
ein Monster zweier Gesichter
ein Uhrwerk aus Furcht tickt Wände auseinander
lass hören dein Schritt um Pfade zu erkennen

was ist Kälte? was ist Luft? eine sterbende Welt

rasend zwischen Orten - erdacht
am ende der Fall
zwischen Entscheidung und Konsequenz
ein Gedanke des Glücks
Track Name: m.s.
angekommen an einem Ufer dessen Welt du nicht erkennst seist du doch von ihr
ein Leben verwirkt im Glauben zu wirken
du verlierst nicht uns doch dich

maßlose Schreie durchfluten den Morgen
die weder Mut noch Sinn hört weder Wand noch Flucht stoppt
wer bist du, dass du dich nicht erkennst? fehlgelebt bis zum Tiefsten der Tiefen

die Daten entgleisen die Gesichter verschwimmen, kein Gefährte, keine Wärme, kein Trost doch nicht unser Versagen
keine Schuld sondern Machtlosigkeit wie betrachtet man Sterben ohne Wirkung?

die Zeichen verachtet, die Konsequenzen nehmen alles was du bist
die Zeichen verachtet die Konsequenzen stehlen dich
Track Name: nekrolog pt.1
Entgültigkeit in Sicht
nur Leid kein Sinn

Gier nicht Verstand
Konsens wich Angst
Existenz als Grund
alles zu zerstören

einzigartig
allwissend
als Zentrum des Universums
Göttern gedient
Millionen vernichtet
Track Name: nekrolog pt.2
Holozän
Holoterma
Weltenfresser
totbeherrscht

die goldene Zeit verblast
der Parasit unverwundbarkeit
ein Golem unserer selbt nur Freitod im Sinn

kein Später
kein Früher mehr
einst wir, nun trübgebleicht

wir, dem Anfang entglitten
dem Ende so fern

ein Weltstein sonnenfern stirbt aus
Track Name: dyphemist
auswegslos
alles verloren
Ungewissheit
Degression
unerreichbar
Utopie
Dyphemist

Sicht verloren von was einst Ziel war
eine eigen gelegte Fessel
nur Betrachter dieser Welt
leg es ab
wieder Selbstbeschränkt

klarer die Angst nie war, weiter Sinn nie entfernt
klarer die Schuld nie war, weiter Lösung nie entfernt

welch graues Sein, welch halbes ich
am Punkt zerschlagen
schwarze kalte Angst vor Stille
heilender Morgen nur Ereignis nicht Zustand
Track Name: leidenfrost
totes Silber, leb auf, sei Decke und Spur
ein Rückblick auf Scheinberührungen
wieder entglissen, wieder zerdacht
zitternde Finger auf kupferner Haut

Wegbegleiter
Simultanerfasst
Parallaxe
Leidenfrost

und jede Reise zurück, jeder Neuanfang legt Blei auf meine Schultern
um Berge zu besteigen fehlt längst schon der Mut und die Kraft, der Wille, ein einziger Funken Verstand
kein Pfad ein Weg
nicht zu leben heißt nicht zu verlieren
Track Name: sollbruch
der Fluch deiner Nähe lässt stumme Gedanken schreien
unser schwächster Punkt in tausend teile zerschmettert

Schritt um Schritt
Meter um Meter
nahe der Grenze, vor langem begehrt

Photonen durchschneiden die Nacht
langsamer Gang, zerrende Hand
welk noch vor der Blüte ausgedörrt und taub
wird ein Schatten entzweit, einst als eins geworfen

Schritt um Schritt
Meter um Meter
nahe der Grenze, vor langem zerstört